„Hello again“, ich sag ein allerletztes Mal „Hello again“

Für alle, die diese Seite mittlerweile schon vergessen haben: Hallo, ich bin Noah und heiße euch herzlich auf meinem Blog über mein Auslandssemester in Nova Scotia, Kanada Willkommen . Ich weiß, ich habe versprochen, meine Seite regelmäßig zu aktualisieren, was in den letzten fünf Wochen nicht wirklich der Fall war…Entschuldigung dafür. Das lag natürlich nicht an meiner fehlenden Zeit und/oder Motivation, mich hinzusetzen und die Tastatur klackern zu lassen, sondern das war natürlich nur ein Cliffhanger, um noch ein letztes Mal vor dem großen Finale Spannung aufzubauen.

Ich würde euch ja nie im Leben etwas vorenthalten und werde deshalb eure Informationen noch ein letztes Mal auf den neuesten Stand bringen und die letzten Wochen in Nova Scotia ein wenig zusammenfassen:

Juni war mit Abstand das aufregendste Monat meines Auslandssemesters. Angefangen damit, dass wir gleich zu Beginn zwei neue Mitbewohner bekamen: einen Schüler aus Frankreich und eine Studentin aus Ontario, die in der Nähe einen Job gefunden hatte. Mit so vielen Menschen zusammen zu wohnen war ziemlich lustig und langweilig wurde es eigentlich nie. ABER!!!! Jetzt kommt die dunkle Seite der Medaille…Zwei Leute mehr bedeutet auch einige elektronische Geräte mehr, die mit dem WLAN verbunden sind und so wurde aus „gelegentlicher WLAN-Verbindung“ „fast keine WLAN-Verbindung“. Das führte dazu, dass ich bereits nach der ersten Juniwoche meine Mobilen Daten fast aufgebraucht hatte.

Auch die Verbindung zwischen uns und unserem neuen Gastbruder (schon eine gute Überleitung oder?) war anfangs ein wenig schwierig – vor allem von einem linguistischen Standpunkt betrachtet – aber das wurde mit der Zeit auch ein bisschen weniger und gegen Ende hin kamen wir wirklich gut miteinander aus.

Umso schwerer fiel dann auch der Abschied…nicht nur der von Gabriel (meinem brasilianischen Gastbruder, der in den fünf Monaten wie ein echter Bruder für mich geworden ist) und Petit Paul (aus Frankreich)*, sondern auch der von vielen anderen Internationals. In diesen fünf Monaten sind einige sehr gute Freundschaften entstanden und allein deshalb war mein Aufenthalt ein voller Erfolg. Es war nicht immer aufregend oder spannend, was ja auch gar nicht geht, aber es war auf alle Fälle eine außergewöhnliche Erfahrung und es war wirklich schön zu sehen, wie wir alle gegen Ende hin zusammengewachsen sind (also nicht wirklich zusammengewachsen. Wir sind nicht der riesige Roboter aus Power Rangers oder irgendein Mutant oder so – ich meine als Gruppe zusammengewachsen.)
*Ich hoffe die nehmen das in Brasilien und Frankreich mit der DSGVO nicht so streng, sonst hab‘ ich ein Problem…

Ich habe noch einiges zu berichten, also werde ich jetzt zum nächsten Punkt auf der Tagesordnung übergehen: Ausflüge und Ereignisse .

NSISP BBQ

Einen Ausflug im eigentlichen Sinn (der Duden definiert Ausflug als Wanderung oder Spazierfahrt) haben wir nicht mehr gemacht, doch NSISP hat alle Internationals noch ein letztes Mal zusammengetrommelt und ein großes BBQ an einem See veranstaltet. Ein großartiger Nachmittag mit Musik, Essen, guten Freunden und Gelsenstichen…vielen vielen Gelsenstichen. Es war zwar noch nicht Time To Say Goodbye, aber dennoch lag bereits da ein bisschen Abschieds-Stimmung in der Luft.

Goodbye-BBQ

Diese Stimmung wurde in der letzten Woche jeden Tag immer mehr präsent. Schon zwei Wochen vor der Abreise mussten wir uns bereits bei einem BBQ bei Freunden von den ersten Leuten verabschieden. Auch beim Abschlussball wurde umarmt und verabschiedet. Bei der Graduation Ceremony (Abschlusszeremonie) wurde sogar das eine oder andere Tränchen vergossen. Und schließlich am aller-aller-aller-allerletzte Schultag haben es dann alle realisiert: Das ist das Ende. Der finale Abschied. An diesem Tag war ich ein wenig zwiegespalten. Einerseits hieß der Abschied, dass ich bald zu Hause sein würde und meine Familie und Freunde wiedersehen würde, andererseits bedeutete es aber auch, dass ich viele Menschen, die in den fünf Monaten zu sehr guten Freunden geworden sind auf unbestimmte Zeit nicht mehr sehen würde, was mich ein wenig traurig stimmte.

Über heimischem Boden

Im Nachhinein kann ich jedoch ohne jeden Zweifel sagen: Zuhause ist es und wird es auch immer am Schönsten sein. Dennoch bin ich für das letzte Halbjahr und für alle Erfahrungen und Erlebnisse unendlich dankbar. Dieses Abenteuer werde ich vermutlich nie wieder vergessen. Ich möchte mich bei allen bedanken die diese Reise ermöglich haben und in irgendeiner Form etwas dazu beigetragen haben – die bei der Planung und Organisation dabei waren, die mich unterstützt haben, wenn ich mal geknickt war und die in jeder anderen Art und Weise involviert waren. Außerdem möchte ich auch ein Danke nach Übersee schicken, dafür, dass ich die letzten fünf Monate in Baker Settlement leben durfte. Auch bei allen, die mittlerweile wieder auf der ganzen Welt verstreut sind und die diese Zeit so unvergesslich gemacht haben möchte ich mich bedanken. Und zu guter Letzt natürlich ein Danke an alle, die meine Erlebnisse auf meinem Blog mitverfolgt haben und meine Berichte gelesen, geliket und kommentiert haben. Ich möchte an dieser Stelle auch dazusagen, dass es auf diesem Blog auch eine Bildergalerie gibt, auf die ich noch einige Bilder hochladen werde (die Statistik hat gezeigt, dass diese Seite nicht besonders viele gefunden haben…oder es hat keinen interessiert, was auch in Ordnung ist). Was mit diesem Blog passieren wird, kann ich selber noch nicht sagen. Mein Aufenthalt ist vorbei, ich bin seit drei Wochen wieder zu Hause – was übrigens wirklich großartig ist – aber mein Vertrag läuft noch eineinhalb Jahre…Wie eine weise Schildkröte (Master Oogway aus Kung Fu Panda) mal gesagt hat: „Das Gestern ist Geschichte, das Morgen nur Gerüchte…“, also schauen wir mal, was die Zukunft bringt.

Bis dahin immer schön fruchtig bleiben! Auf Wiedersehen, Servus und See ya!
Noah

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